Hallo Welt und Frohes Neues allen
Edit: Habe einige Dinge geändert, diese sind rot markiert. Es gab probleme mit dem erstellen der /tmp partition weil links erstellt werden sollten, bevor die Zielordner kopiert wurden, deshalb habe ich jetzt die nfs mounts unter /mnt/nfsmounts abgelegt.Also, ich hab mir gestern nen Media Player MD 86162 (E85015) geshoppt als kleine Aufmunterung im Einkaufsstress an Silvester

. Da das n spontankauf war, hatte ich keine Ahnung, was man zusätzlich zu dem, was spärliches auf der Packung steht noch machen kann. Vor allem in Sachen Netzwerkprotokoll steht leider nichts auf der Packung. Aber da geb ich ja die Hoffnung nicht so schnell auf, dass der auch mit meinen NFS Freigaben klarkommt. Ich nutze zu Hause einen openSuse Server der u.a. als Fileserver mein Notebook (Ubuntu) via NFS mit Dateien versorgt. Im folgenden will ich erklären, wie ich mit dem Gerät NFS Freigaben verwenden kann.
Alle Änderungen am System sind dabei auf eigene Gefahr und können natürlich zu Garantieverlust führen!Natürlich wurde ich damit enttäuscht, dass das Gerät von Haus aus übers Netzwerk nur SMB Freigaben oder aber Dateien von einem UPnP Server akzeptiert, auf der Packung stand ja weiter nichts. Da ich aber keine zufriedenstellende Lösung für nen gut konfigurierbaren UPnP Server gefunden habe und keine Lust auf SMB hatte, hab ich es anders versucht. Denn auf der Medion Homepage kann man die Firmware des Systems anfordern, weil "Software mit GNU Lizenz" verwendet wird oder so ähnlich. Also hatte ich die Hoffnung, dass da ein normaler Linux Kernel zugrunde liegt und wurde nicht enttäuscht. Leider war kein SSH Zugriff möglich, aber auf Telnet reagierte das Gerät erfreulicherweise. Der root account hat obendrein kein Passwort, also ist man quasi eingeladen, da rumzuspielen...
Code:
telnet ip.vom.media.player
root
Zu allererst muss man sich darum kümmern, dass man schreibrechte bekommt, denn die root partition ist als read-only gemounted. Also muss man die root partition neu mounten. Das geht mit:
Code:
mount -t yaffs2 -o rw,noatime,remount /dev/root /
Nun hat man endlich alle erforderlichen zugriffe. Ein kurzer Testmount hat mir dann auch verraten, dass das System serwohl mit NFS mounts klarkommt. Doch da alle Ordner, also USB oder auch SD-Karten nur in den Ram gemountet werden, bringt es nichts, dass man das einfach mounted. Beim nächsten Start des Players wäre davon nichts mehr zu sehen.
jedoch gibt es das Verzeichnis "/tmp_orig", das beim start als Template genutzt wird für das Ramlaufwerk. Also müssen alle Verlinkungen da rein und der mount muss in den wirklichen /tmp ornder stattfinden.
Also zunächst mal zum aktuellen mount:
Die Datei /etc/fstab editieren und die Freigabe unten hinzufügen:
Code:
vi /etc/fstab
ip.des.nfs.servers:/pfad/zur/Freigabe /mnt/nfsmounts/freigabe nfs defaults 0 0
Dabei ist "freigabe" natürlich ein beliebiger ordner, den wir jetzt erstellen wollen und denn auch gleich mal den mount testen:
Code:
mkdir /mnt/nfsmounts/freigabe
mount /mnt/nfsmounts/freigabe
Bei mir hat das an dieser Stelle ca eine Minute gedauert und ich hatte ein wenig schiss, dass ich irgendwie mist gebaut hatte, aber es ging dann doch problemlos. Ich hab allerdings auch gleich mal ne 800 GB Partition gemountet, ich hätte auch klein anfangen können

.
So, nun haben wir also gemountet und die Daten sind nun im Dateisystem. Doch die sind natürlich noch nicht auf dem Fernseher. Dazu habe ich einfach mal ne SD Karte eingesteckt und geguckt, wie die außer dem mount nach
/mnt/nfsmounts/xxx gemountet wird.
Um unsere NFS Freigabe auf dem TV unter dem Ordner USB zu finden, müssen wir einen link und ein Label setzen. Zuerst verlinken wir den Share nach /tmp/ramfs/volumes
Code:
ln -s /mnt/nfsmounts/freigabe /tmp/ramfs/volumes/Z:
Dabei ist "Z:" der Name des Volumens, dieser findet sich nachher im USB Ordner wieder. Das Volume bekommt nun noch ein Label. Dazu erstellt man im Orner "/tmp/ramfs/labels" eine Datei mit dem Namen des Volumes, also in unserem Falle "Z:" mit folgendem Inhalt:
Code:
vi /tmp/ramfs/labels/Z:
FFILME
nfs
usb
1.4
So, jetzt wirds schwammig...Ich hab dazu natürlich als Vorlage eine Datei eines SD-Karten Labels genommen. Die erste Zeile ist merkwürdig...im Original stand da "AT32" und des wurde angezeigt "FAT32". Als ich "FILME" geschrieben habe, stand auf dem TV "ILME", warum man nun einmal was weglasst und einmal was extra schreibt, hab ich noch nicht herausgefunden, ich muss mal raussuchen, wo die datei für die USB geräte erstellt wird, vielleicht erfahr ich da mehr...aber ist auch nicht so wichtig, ist nur der Name der angezeit wird.
Die zweite Zeile war vorher "fat32" und ist jetzt "nfs", was dem Dateisystem entspricht. Zeilen drei und vier habe ich nicht angefasst, wobei das wahrscheinlich die USB version sein sollte. An dieser stelle muss ich mich noch etwas einarbeiten. Aber es klappt ja auch so...Habe jetzt "SSERIEN", "FFILME", "DDOKUS" und "MMusik" verwendet, wird alles richtig angezeigt.
So, wenn wir jetzt den Order USB im GUI auf dem TV öffnen, finden wir "Z: FILME" und alle Medien funktionieren wie gewünscht.
Um nun für den nächsten Start gerüstet zu sein, müssen wir noch das das Template für das ramfs anpassen. Den mount übernimmt beim booten dann ja unsere editiert /etc/fstab. Dann muss auch hier das volume und label erstellt werden:
Code:
ln -s /mnt/nfsmounts/freigabe /tmp_orig/ramfs/volumes/Z:
vi /tmp_orig/ramfs/labels/Z:
FFILME
nfs
usb
1.4
Dabei ist natürlich darauf zu achten, dass die links nicht auf das tmp_orig Verzeichnis zeigen. Denn dieser wird nach dem Neustart ja wieder nur das Template sein und der Mount findet wieder unter /tmp statt.
So, das wars auch schon, ich hoffe ich konnte irgendwem damit helfen, für Kommentare, Fragen und Anregungen stehe ich gerne zur verfügung

MfG Sushi